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    <title>Mindblow</title>
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    <dc:publisher>Gentle</dc:publisher>
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    <title>Mindblow</title>
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  <item rdf:about="http://mindblow.twoday.net/stories/3067284/">
    <title>Ein Experiment</title>
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    <description>&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;151&quot; alt=&quot;alltag&quot; width=&quot;430&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/mindblow/images/alltag.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist etwa eineinhalb Jahre her, als ich mit einem Freund redete und draufkam, dass ich eigentlich ein höchst langweiliger Mensch war. Ich hatte meinen relativ fixen Tagesablauf, guckte täglich die Simpsons, machte meine Hausaufgaben, spielte am Computer und war den ganzen Tag lang zuhause. Ein klein bisschen auch der langweilige Aussenseiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun, dieses Chatgespräch gab mir zu denken, und ich steigerte mich immer mehr in die Idee hinein, dieses unreife, ungemein langweilige Kellerkind in mir abzuschütteln.&lt;br /&gt;
Jetzt, 1,5 Jahre später, ist das Kellerkind längst vorbei. Existiert nicht mehr. Vergangeheit, und wird nie wieder sein.&lt;br /&gt;
Verglichen mit damals bin ich um einiges glücklicher, verrückter, chaotischer, planloser, flexibler und freier. Kurzum: Eine echte Evolution meiner selbst, die schon viel früher hätte sein sollen. Wenn mich damals jemand beschreiben hätte müssen, hätte er wohl &quot;zurückgezogen&quot; gesagt. Heute wohl eher &quot;abgedreht&quot; - wie man das nun auslegen will, positiv oder negativ, ist mir egal - hauptsache, ich bin nicht irgendein Durchschnitt, nicht &quot;normal&quot;, nicht gutbürgerlich, spießig, langweilig. Nun, all das steht nun im Zusammenhang mit meinem Experiment:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem ich einen Dokumentarfilm über die Welternährung und Nahrungssituation gesehen hatte, der appelierte, sich mehr mit der Welt auseinander zu setzen, wurde ich mir bewusst, wie wenig ich eigentlich tat. Der Film war der Grundstein für diesen Blog, und nachdem ich einen der Fakten im Film behördlich erfragt hatte, baute ich mein Vorhaben aus; jeden Tag eine Verrücktheit zu unternehmen, etwas abnormes, etwas nicht-alltägliches - etwas, um dem Alltag zu entkommen.&lt;br /&gt;
Dummerweise kam meinem Feldexperiment nach zwei Wochen eine Krankheit in die Quere, die mich ans Bett fesselte und zu träge machte, um die Tage weiterzutreiben, irgendwann einmal werde ich wieder anfangen. Insgesamt kamen 15 Tage zusammen, und diese kamen mir vor wie mehr als ein Monat. Ich schlussfolgere daraus, dass un-alltägliches jeden Tag einzigartig werden lässt und somit die unterschiedlichen Erinnerungen die gefühlte Zeit verlängern. &lt;br /&gt;
How to: 2 Wochen ohne Alltag:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;&lt;b&gt;Tag 1:&lt;/b&gt;&lt;/i&gt; -Eine Mail an das Finanzministerium verfassen und fragen, wie die Mankos der Lebensmittelpolitik entstehen. Eine Antwort bekommen und süffisant lächeln.&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;&lt;b&gt;Tag 2:&lt;/b&gt;&lt;/i&gt; -Den ganzen Tag im Bademantel herumlaufen.&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;&lt;b&gt;Tag 3:&lt;/b&gt;&lt;/i&gt; -Mit dem Fahrrad in die Stadt fahren, zur Hauptverkehrszeit. Macht riesigen Spaß, auf einer dreispurigen Straße dahinzugondeln.&lt;br /&gt;
-2 Mal in das englische Kino gehen.&lt;br /&gt;
- Einen Mc Donald&apos;s Spendensticker im Schritt tragen &amp; gespendet haben.&lt;br /&gt;
-Das Fahrrad, mit dem man gekommen war, auf einer riesigen Einkaufsstraße abgestellt haben und es stehlen lassen. Mit der U-Bahn nach Hause fahren.&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;&lt;b&gt;Tag 4:&lt;/b&gt;&lt;/i&gt; -Einen absolut langweiligen Tag haben.&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;&lt;b&gt;Tag 5:&lt;/b&gt;&lt;/i&gt; -In den eigenen Garten pinkeln.&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;&lt;b&gt;Tag 6:&lt;/b&gt;&lt;/i&gt; -In einen Meditationskurs gehen, den man auf einem Plakat an der Straße gesehen hat. Merken, dass Meditation eigentlich cool ist, aber konsequent praktiziert werden muss. Bin zu unkonsequent.&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;&lt;b&gt;Tag 7:&lt;/b&gt;&lt;/i&gt; -Leute auf einer hochfrequentierten Einkaufsstraße fotografieren&lt;br /&gt;
-Einen WWF-Vertrag abschließen und für einen sibirischen tiger Pate werden. Die Mitgliedschaft 5 Minuten später aus Altersgründen wieder aberkannt bekommen.&lt;br /&gt;
-Die Uni besuchen und im größten Hörsaal eine Prüfung stören. Verduften.&lt;br /&gt;
-Fotoshooting mit einem Freund und einem Bettler machen und ihm dafür was ins Becherchen werfen.&lt;br /&gt;
-Ein Einrad kaufen!&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;&lt;b&gt;Tag 8:&lt;/b&gt; &lt;/i&gt;-Eine Fotomesse besuchen und einen bösen Plan für den nächsten Tag fassen.&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;&lt;b&gt;Tag 9:&lt;/b&gt;&lt;/i&gt; - Den bösen Plan umsetzen und ein Plugin erfinden, das es nicht gibt.&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;&lt;b&gt;Tag 10:&lt;/b&gt;&lt;/i&gt; -Zu einer Vorlesung an die Uni gehen und begeistert vom Studentenleben sein. Dafür langweilige Schulstunden entfallen lassen.&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;&lt;b&gt;Tag 11:&lt;/b&gt;&lt;/i&gt; -Eine Palmers-Säule mit nackten Damen an die Schule bringen, vom Direktor ertappt und verboten werden und die Säule schließlich über einen Misteimer stülpen.&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;&lt;b&gt;Tag 12:&lt;/b&gt;&lt;/i&gt; -Eine 20 Jahre alte Studententasche von Papa erben und als neue Schultasche verwenden. Die Mitschüler begeistern.&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;&lt;b&gt;Tag 13:&lt;/b&gt;&lt;/i&gt; -Das gekaufte Einrad in die Schule mitnehmen und in der Freistunde am Sportplatz damit herumfahren.&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;&lt;b&gt;Tag 14:&lt;/b&gt;&lt;/i&gt; -Mit einem Einteiligen Overall und großer Kamera den Tag der offenen Tür der eigenen Schule besuchen. Fotos knipsen und den Direktor angrinsen, der nichts gegen das hässliche Outfit unternehmen kann.&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;&lt;b&gt;Tag 15:&lt;/b&gt;&lt;/i&gt; -Auf die Idee kommen, dass es Sprungstiefel tatsächlich gibt und für 221&#8364; auf ebay ein Paar ersteigern.&lt;br /&gt;
-Die höchste Website der Welt besuchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für mich hat das Experiment eine klare Aussage: Je abwechslungsreicher das Leben, desto länger ist es.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
bring it to mind.&lt;br /&gt;
.tobias</description>
    <dc:creator>Gentle</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://mindblow.twoday.net/topics/Zwei+Wochen+ohne+Alltag&quot;&gt;Zwei Wochen ohne Alltag&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2006 Gentle</dc:rights>
    <dc:date>2006-12-14T19:46:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://mindblow.twoday.net/stories/3017218/">
    <title>wieso gibt es Religion?</title>
    <link>http://mindblow.twoday.net/stories/3017218/</link>
    <description>&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;168&quot; alt=&quot;religion&quot; width=&quot;430&quot; align=&quot;center&quot; class=&quot;center&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/mindblow/images/religion.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich gebe zu, es ist nicht leicht, über dieses Thema zu schreiben, mir ist es aber wichtig. Ich hoffe, niemanden mit meinen Worten zu beleidigen oder blasphemisch zu wirken; das ist nicht meine Absicht.&lt;br /&gt;
Religion an sich ist extrem vielseitig und zeigt gravierende Auswirkungen auf den Menschen und seine Geschichte. Woher aber kommt Religion?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sehen wir die Fakten an, bildeten sehr frühe Kulturen, die noch in kleinen Stammesverbänden lebten, eine Art von Religion oder Polytheismus, wie er uns aus diversen südamerikanischen Eingeborenenstämmen bekannt ist. Mit sehr früh meine ich die Ära der Steinzeit, die vor 2,5 Mio Jahren begann und etwa 8000 v.Chr endete. Diese frühen Religionen waren von Magie geprägt, von Aberglaube und Okkultismus, großer Ehrfurcht vor Gottheiten und einem Lebensstil, der ständig mit der Religion im Kontext zu sehen waren. Die Religionen waren stark naturverbunden und bezogen Pflanzen- und Tierwelt in die göttlichen Absichten mit ein. Ebenso wichtig waren religiöse Rituale, oft praktiziert von Medizinmännern oder dem Stammesoberhaupt. Diese frühen Religionen bildeten sich zu ähnlichen Zeiten, lang, bevor Schrift oder genormte Sprache entwickelt waren. Nun stellt sich die Frage: Weshalb beginnen Stämme über die ganze Welt hinweg zu einer ähnlichen Zeit, Religionen zu entwickeln?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich denke, es gibt zwei schlüssige Thesen: &lt;br /&gt;
Erstere besagt, dass die Menschen damals, und zwar weltweit (Religion ist kein lokales Phänomen) Erscheinungen von ein oder mehreren Göttern oder Wundern hatten. Sie waren so tief von diesen Erscheinungen bewegt, dass sie ihre spirituelle Welt fortan auf diese Wunder bauten und den oder die Götter anbeteten.&lt;br /&gt;
Zweitere besagt, dass die Spiritualität ein Grundbestandteil des Menschen ist und ein Bedürfnis nach Religion hervorruft. Diese Eigenschaft müsste archaisch sein, demnach mit der Evolutionären Entwicklung von Affe zu Mensch einhergegangen sein, genauso wie Sprache und Intelligenz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beide Thesen sind nachvollziehbar, keine beweisbar. Über die zweite will ich etwas weiter ausholen:&lt;br /&gt;
Wenn wir annehmen, dass der Mensch die Eigenschaft zur Spiritualität oder zum Glaube an etwas Übernatürliches besitzt, so muss diese einen bestimmten Zweck erfüllen. Das entspricht auch der Realität; für viele Menschen ist der Glaube an einen Gott oft das letzte Auffangnetz vor dem Abgrund. Wenn die Welt aussichtslos und leer scheint, ist wenigstens noch eine Sache da, die Rückhalt bietet. Somit ist der Überlebenswille und die Hartnäckigkeit des Selbstschutzes höher, was der Spezies Mensch definitiv einen Vorteil im evolutionären Kräfteringen der Steinzeit gebracht haben verschaffte.In der heutigen Zeit, 2000 Jahre nach der Bildung einer weiteren Weltreligion, in einer Zeit, in der Stammesreligionen nur mehr in vereinzelten, unberührten Regionen der Welt existieren und der Rest der Menschheit sich zu einer großen Religionsgemeinschaft oder dem Atheismus bekennt oder Agnostiker ist, hat Religion einen ganz anderen Stellenwert erlangt. Sie wird Mittel zur Propaganda, wie wir es auf beiden Seiten der Terrorwelt erleben. Ich meine, dass dieser Konflikt Islam - Christentum seinen Anfang in den Kreuzzügen nahm; der Streit um das geheiligte Land, in dem die katholische Kirche zum Krieg gegen die Muslime ausrief. Die Kirche hat sich damals einen unverzeihlichen Fehler geleistet.&lt;br /&gt;
Möglicherweise auch ein Resultat der Angst vor dem imperealistischen, osmanischen Reich, das bereits ein paar Jahrhunderte zuvor in Europa einfiel - wie es auch immer sein mag, die heutigen Konflikte, die ihren Höhepunkt am 11. September 2001 oder im Irak-/Afghanistankrieg hatten, waren zumindest teilweise religiös motiviert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis vor einem Jahr war ich aktiv katholisch, besuchte sonntäglich die Kirche und war Ministrant, bis ein Umdenken einsetzte. Ich fühlte mich zunehmend als Heuchler, der nicht mehr meinte, was er beim Gebet sagte. Schließlich war ich mir sicher, unsicher zu sein: Atheismus war mir persönlich zu hart, da er jegliche Faszination aus der Welt nahm, Katholizismus und Christentum etwas, an das ich nicht mehr glaubte. Ich sehe mich derzeit selbst als Agnostiker, als jemanden, der weder an Gott glaubt noch nicht an ihn glaubt - ich weiß es einfach nicht, ob es ihn gibt. Gottesbeiwese, wie Descartes sie z.B. durchführte, sind meiner Meinung nach nicht zielführend. Ich mag die neutrale Position eines Agnostikers.&lt;br /&gt;
Religion an sich hat viele positive und negative Seiten; sie zu verbieten, wie es damals in der UDSSR stattfand, halte ich nicht für sinnvoll. Dadurch würden zwar Religionskriege verhindert, aber unvorhersehbare soziale Probleme auftauchen - der Rückhalt wäre für viele Menschen einfach im &lt;br /&gt;
Nichts verloren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
bring it to mind.&lt;br /&gt;
.tobias</description>
    <dc:creator>Gentle</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://mindblow.twoday.net/topics/Mythos+Religion&quot;&gt;Mythos Religion&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2006 Gentle</dc:rights>
    <dc:date>2006-12-03T14:12:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://mindblow.twoday.net/stories/3011786/">
    <title>Wie Medien das Grundprinzip Computerspiel verdrehen</title>
    <link>http://mindblow.twoday.net/stories/3011786/</link>
    <description>&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;168&quot; alt=&quot;shooter&quot; width=&quot;430&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/mindblow/images/shooter.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aktueller Anlass: Amoklauf Emsdetten. Ein 18-jähriger läuft in seine Schule, schießt mit Kugeln und Sprengsätze um sich und richtet sich anschließend selbst. Schuld waren die Computerspiele Counter Strike und Doom 3, die auf seinem Computer gefunden wurden und die er täglich spielte.&lt;br /&gt;
Eine kranke Welt, sagt jemand, der keine Ahnung hat. &lt;br /&gt;
Eine kranke Interpretation, sage ich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Medien zerreißen Counterstrike wie schon damals, als der Amoklauf in Erfurt stattfand, in der Luft. Politiker sorgen sich um das Wohl des gesamten Volkes, solange es noch diesen wahnsinnigen Killerspielen ausgesetzt ist, fürsorglich versprechen manche im Wahlprogramm, Killerspiele zu verbieten. Diese Politiker haben leider keine Ahnung, lediglich ein großes Sprachrohr, mit dem sie ihre unqualifizierte Meinung preisgeben. Bild titelt wieder mit Horrorschlagzeilen, Focus TV toppt alles und benutzt die Verarschung eines kleinen Pseudoschauspielers als Beweismittel für Computerspielesucht. Dass das Spielen von Shootern Spaß macht, wird kein Fan der Szene bestreiten, dass es bedingt brutal ist. Leider sind viele der Leute, die den Mund am Weitesten aufmachen, am Wenigsten darüber informiert, wie so ein Spiel ist, geschweige denn haben selbst je eines gespielt.&lt;br /&gt;
Computerspiele - ob nun Shooter, Strategie- oder Sportspiel, sie alle dienen zur Unterhaltung des Spielers. So auch Shooter, die die Spielfiguren in mehr oder weniger blutige Schießereien verwickeln, für Kills Punkte verteilen und den Wettbewerb gegen den Computer oder den realen Gegner immer in den Vordergrund stellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Richtig ist, dass Gewalt zu Nachahmung führt, wie eine Studie belegt, bei der man Kindergartenkinder Tom und Jerry ansehen ließ und feststellte, dass ihr gemeinsames Spielverhalten nach dem Sehen der Folge brutaler wurde als bei der Kontrollgruppe. Das sagt uns einerseits, dass Gewalt - so subtil sie nun sein mag, ob offensichtlich in Spielfilmen oder verharmlost in Comics - zu Nachahmung führt. Ob diese Nachahmung von Dauer oder Nachhaltigkeit ist, wissen wir damit noch lange nicht. Ob dadurch die Hemschwelle zu höheren Gewaltformen herabgesetzt wird, wissen wir auch nicht.&lt;br /&gt;
Es ist falsch zu behaupten, Shooter würden aggressiv machen, so weit, dass man einfach mal einen Amoklauf macht. Diese Behauptung ist nicht nur stupide, sondern auch eine Unterstellung an alle Shooterspieler, die schwer sozial gestört sein müssten, träfe das auf alle zu. Von einer Million Counterstrikespieler begeht einer einen Amoklauf - dadurch macht man das Spiel für sein Verhalten verantwortlich?&lt;br /&gt;
Dumm nur, dass ein großer Teil der Medien das propagiert und ein großer Teil des Volkes die Propaganda auch noch glaubt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Genauso unsachlich sind Behauptungen, dass die Realtität nicht mehr von der polygonbasierenden Spielwelt unterschieden werden kann. Das mag auf bestimmte Menschen zutreffen, die psychisch krank sind und keine normale Menschliche Wahrnehmung besitzen, auf einen normalen Spieler ist diese Beschuldigung aber nicht anwendbar. Vor allem motiviert ein Shooter in keinster Weise dazu, diese Gewalt &quot;in echt&quot; nachzuahmen. Wir reden hier von Pixeln, Polygonen und einem Zeigegerät in der Hand -&lt;br /&gt;
nicht einer AK-47 im Anschlag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bring it to mind.&lt;br /&gt;
.tobias&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachtrag zum Prinzip Computerspiel (3.12.):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Anschuldigungen der Medien kommen sicherlich nicht aus jemandes Ärmel, es ist immer ein Hauch Wahrheit dran. In Sachen Suchtpotenzial zeigt z.B. World of Warcraft, dass Digitale Games abhängig machen können. Die sozialen Auswirkungen sind nicht abstreitbar, und laut einigen Zeitungsberichten gab es in Japan z.B. ein totes Baby, das von den zockenden Eltern &quot;vergessen&quot; wurde.&lt;br /&gt;
Es ist sicherlich nicht schlecht, dass das Thema Computerspiele wieder von der ethischen Seite beleuchtet wird, aber leider äußert sich die Kritikerwelt sehr polarisierend (dieses Wort ist fast klassisch in diesem Kontext..) und einseitig. Konstruktive Vorschläge, wie dem Problem beizukommen ist, gibt es von offizieller Seite so gut wie nie zu hören.&lt;br /&gt;
Ich finde es bedenklich, dass gerade das Problem Emsdetten diese Frage erneut aufwarf, obwohl der Bezug zu den Computerspielen ja wohl nur einen kleinen Teil des Puzzles von Sebastian B. darstellte.</description>
    <dc:creator>Gentle</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://mindblow.twoday.net/topics/Der+Shooter+-+ein+S%C3%BCndenbock&quot;&gt;Der Shooter - ein Sündenbock&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2006 Gentle</dc:rights>
    <dc:date>2006-12-01T16:04:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://mindblow.twoday.net/stories/2915100/">
    <title>Existenz und Wirklichkeit</title>
    <link>http://mindblow.twoday.net/stories/2915100/</link>
    <description>&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;166&quot; alt=&quot;Horizont1&quot; width=&quot;430&quot; align=&quot;center&quot; class=&quot;center&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/mindblow/images/Horizont1.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anstoß für die folgende Überlegung gab mir Renè Descartes mit seinem wohl berühmtester Ausspruch:&lt;br /&gt;
&quot;Ich denke, also bin ich.&quot;&lt;br /&gt;
Descartes gilt als einer der größten Philosophen der Neuzeit, und dieses Postulat wohl zu einem der bedeutendsten. Nun, nur weil er ein großer Denker war und wichtige Forschtschritte in der Phliosophie brachte, heißt das noch lange nicht, dass er recht hat. Ist dieses Postulat allgemein gültig, darf man es für wahr befinden?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nein. Descartes hat nicht recht - Er hat möglicherweise recht, aber nicht bestimmt. Sein Ausspruch gründet auf einem ganz bestimmten Trugschluss, nämlich dem, dass unsere Existenz durch unsere Fähigkeit zu Denken beweisbar wäre. Für die Menschen sowohl damals als auch heute mag Descartes&apos; Postulat als nachvollziehbar und wahr gelten - dabei übersieht man aber den kleinen Schönheitsfehler: Mit dem Postulat, dass das Denken des Menschen ein Indiz für das Sein darstellt, nimmt man automatisch auch an, dass Denken nicht imitierbar ist. Dass Bewusstsein beinahe eine übernatürliche Eigenschaft ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meine Überlegung dazu ist titelgebend für den Artikel: Über den Horizont hinauszugehen, den wir uns selbst schaffen. Zugegeben, der Mensch ist das höchste, was wir bis jetzt kennenlernen konnten, aber heißt das automatisch, dass diese Tatsache für immer gültig bleibt? Ebenso hier antworte ich mit nein. Wir Menschen sehen uns in der Bequemlichkeit, uns auf unsere fünf Sinne voll und ganz zu verlassen, und allem, was darüber hinausgeht, kein Interesse zu schenken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein sehr gutes Beispiel, für das, worauf ich hinauswill, ist Platons Höhlengleichnis und der Film Matrix. Die Menschen in diesen Gleichnissen befinden sich in einer Scheinwelt, in einem trügerischen Gebilde, das sie nicht zu durchschauen vermögen. Sie haben auch kein Interesse daran, ihr Sein zu hinterfragen, die Realität ihrer Umgebung in Frage zu stellen. Sie leben vor sich dahin und haben keine Ahnung, in welcher Lage sie sich in Wirklichkeit befinden. Hier kommen wir zum zentralen Punkt der Überlegung: Wirklichkeit. Es mag durchaus eine absolute Wahrheit und Wirklichkeit geben - diese ist aber auf keinen Fall die Welt, die wir als wahr anerkennen. Unsere Welt ist geprägt vom naturwissenschaftlichen, denkenden Verständnis des Menschen, unsere Wahrnehmung erlaubt uns auch nichts anderes. Wir sind eine Barriere für uns selbst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kommen wir zurück auf Renè Descartes - Ich denke, also bin ich. Das klingt in unserer selbstgeschaffenen Wirklichkeit logisch, sobald wir unsere Auffassung aber hinterfragen, ist die Annahme unhaltbar. Stelle dir folgendes vor: Die Welt um dich herum ist ein Traum. Ein luzider Traum, der dir logisch erscheint - klar, denn du kennst nichts anderes, als die Logik, die dich umgibt. Stell dir vor, die Welt dreht sich eigentlich um dich, alles um dich herum ist eine Schöpfung deines Traumes. Genauso wie ich, nur eine Illusion. Niemand kann dir seine Existenz beweisen, denn alles, was er sagt, ist ein Produkt deiner Fantasie. Wenn du Vanilla Sky gesehen hast, weißt du, wovon ich spreche. Nicht einmal ich könnte dir meine Existenz beweisen, da der Text und ich womöglich auch nur ein Teil dieses Traumes sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gehen wir einen Schritt weiter - wage den Schritt der Vorstellung, dass nicht einmal du selbst real bist. Stellen wir uns einen - für uns übernatürlichen, nicht wahrnehmbaren - Träumer vor, der eine gesamte Welt imaginiert und den Wesen dieser Welt verschiedene Eigenschaften gibt - Hunden etwa die Fähigkeit des Bellens, Affen die des Streichelns - und schlussendlich Menschen die Fähigkeit, zu Denken und sich selbst zu erkennen. Diese Fähigkeit ist zwar nur eine Imagination des Träumers, der Mensch aber ist nicht in der Lage, das zu erkennen - dafür ist sein Geist zu beschränkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schlussfolgere aus dem Text nicht, dass ich tatsächlich an deiner und meiner Existenz Zweifel habe - ich will darauf hinaus, dass wir uns auch in diesem Punkt nicht sicher sein können.&lt;br /&gt;
Diese Überlegung mag pessimistisch und menschenfeindlich wirken, &lt;br /&gt;
uns vielleicht primitiver darstellen, als für was wir uns halten - aber sie ist in sich, wie so viel anderes, schlüssig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bring it to mind.&lt;br /&gt;
.tobias</description>
    <dc:creator>Gentle</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://mindblow.twoday.net/topics/Ich+denke%2C+also+bin+ich.&quot;&gt;Ich denke, also bin ich.&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2006 Gentle</dc:rights>
    <dc:date>2006-11-09T20:29:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://mindblow.twoday.net/stories/2911284/">
    <title>Der Zweck von Geist und Bewusstsein</title>
    <link>http://mindblow.twoday.net/stories/2911284/</link>
    <description>&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;151&quot; alt=&quot;Intelligenz&quot; width=&quot;430&quot; align=&quot;center&quot; class=&quot;center&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/mindblow/images/Intelligenz.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Mensch als ein denkendes Wesen hat gewisse Eigenschaften, die seine unabstreitbare Überlegenheit allen Lebewesen dieser Erde gegenüber aufzeigen. Als wichtigstes Merkmal nenne ich die Intelligenz, meiner Meinung nach ist sie DIE Grundlage für alle anderen intellektuellen, küntlerischen und geistigen Fähigkeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nehmen wir eine der wichtigsten anderen Eigenschaften, die uns erst wirklich menschlich macht: Bewusstsein. Die Fähigkeit, um den eigenen Geist zu erkennen und sich als Person, Individuum fühlen zu können. Wenn wir die Intelligenzleiter etwas abwärts klettern, stoßen wir auf ein wichtiges Indiz: Menschenaffen, Delphine und Elster sind in der Lage, das eigene Spiegelbild zu identifizieren. Weiter abwärts blickend, finden sich keine weiteren Tiere, die sich im Besitz solcher Möglichkeiten befinden. Eine mögliche Schlussfolgerung dafür wäre, dass das Bewusstsein eine Begleiterscheinung der Intelligenz, ein Indiz für geistige Fähigkeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abgesehen von diesem Fakt sind wir Affen und Delphinen weit voraus, was intellektuelle Fähigkeiten betrifft. Der Mensch hat es als einziges Lebewesen zustande gebracht, neben der akustischen Kommunikation eine visuell-festgehaltene zu erschaffen: Die Schrift. Über Jahrtausende entwickelte sich aus Bildschriften, die selbst Steinzeitmenschen an Höhlenwände malten, simplifizierte Symbole (beispielsweise Hyroglyphen), die durch weitere Vereinfachung nicht nur eine Steigerung in der Lesegeschwindigkeit ergaben, sondern durch diese symbologische Abstraktion ihre ursprünglichen Bildbedeutungen verloren. Am Ende dieser Evolution von Schrift steht nun das heutige Alphabeth, chinesische und viele andere Schriftzeichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was wohl das faszinierendste Resultat der menschlichen Intelligenz ist, ist die Weitergabe von Erfahrung und Erkenntnis - sowohl gesellschaftlich als auch wissenschaftlich. Damit heben wir uns klar vom Lernprozess der Tiere ab, die eine derartig intensive Weiterentwicklung, eine Art geistige Evolution, nicht erleben können. Ich gebe vor allem den Fakt zu bedenken, dass unser Intellekt es uns ermöglicht, gesellschaftliche Normen und Regeln aufzustellen und einzuhalten, die den biologischen Voraussetzungen des Menschen trotzen und über diesen stehen. Diese Regeln werden ebenfalls über Generationen weiter-erzogen und stellen ebenso geistige Evolution dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun, mich führten diese Überlegungen zu einer These, die den evolutionären Zeck der Menschen zu erklären versucht. Um die These realisierbar zu machen, postuliere ich ein Art &quot;Evolutionäres Gedächtnis&quot;, was bedeutet, dass der Evolutionsprozess Erfolge und Niederlagen bei Mutationen zu speichern vermag; möglicherweise in dem Baustein, der in allen komplexeren Lebewesen vorhanden ist: der DNA.&lt;br /&gt;
Nehmen wir an, dieses evolutionäre Gedächtnis exisitiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Angefangen bei äußerst primitiven Lebewesen, die nicht einmal Einzeller waren, entwickelten sich die existierenden Arten, schließlich mündend in der Herrschaft der Dinosaurier. Diese wurden durch eine weltumspannende Katastrophe beinahe komplett ausgelöscht; wie, ist hier nicht von Relevanz. Der entscheidende Punkt kam, als der missing Link zwischen Affen und Menschen auftrat. Bis dato versuchte die Evolution anscheinend, überlegene Arten durch das Schneller-Kräftiger-Gezielter-Prinzip zu erzeugen - mag heißen, die &quot;neuen&quot; Arten waren den alten körperlich überlegen. Dies führte auf lange Sicht zu keinem Erfolg, den Beweis lieferten die ausgestorbenen Dinosaurier. Nun, der Weg, der evolutionär gesehen folgte, war einer, der Überlegenheit aus Intellekt produzierte. Dieses Konzept der Evolution ging prompt in der Weltherrschaft des Homo Sapiens auf - er war in der Lage, gegen jegliche klimatischen Veränderungen, körperlich überlegene Feinde und physisch unlösbare Probleme seine Intelligenz zu verwenden, indem er Werkzeuge und Waffen erfand. Dieser wichtige Unterschied hielt die Rasse Mensch so lange am Leben und setzte sie an die Spitze der Nahrungskette.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Intelligenz ist meiner Meinung nach also das, was uns so einzigartig auf diesem Planeten macht. Etwas weiter, abstrakter gedacht, wirft die Überlegung eine Frage für mich auf:&lt;br /&gt;
Ist es möglich, dass &quot;Religion&quot; eine Folge von Intellekt ist? Ein Produkt unseres Geistes, das auf unserer Intelligez basiert?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bring it to mind.&lt;br /&gt;
.tobias</description>
    <dc:creator>Gentle</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://mindblow.twoday.net/topics/Intgelligenz&quot;&gt;Intgelligenz&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2006 Gentle</dc:rights>
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    <title>... im Zentrum stehen immer wir selbst</title>
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    <description>&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;157&quot; alt=&quot;Egomanie&quot; width=&quot;430&quot; align=&quot;center&quot; class=&quot;center&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/mindblow/images/Egomanie.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir sind Egoisten. Egomanen. Egozentriker.&lt;br /&gt;
Menschen, die nach innen gerichtet sind, Menschen, die ihren biologischen Trieben der Selbsterhaltung nachgehen. Egoismus hält uns am Leben, doch die Dunkelheit dieser menschlichen Eigenschaft ist fast niemandem bewusst.&lt;br /&gt;
Jeder, der diesen Text lesen kann, muss in der Lage sein, einen Internetzugang zu benutzen; das klassifiziert ihn automatisch zu einem Menschen, der all das besitzt, was sein biologisches Alter Ego braucht. Jeder von euch, von uns, mich eingeschlossen, hat genügend Geld, um das weitere Überleben zu sichern. Wir leben in unserer eigenen kleinen, schönen Welt, die seit 50 Jahren keinen Krieg mehr direkt erlebt hat. Was haben wir schon für Sorgen? Arbeitslosigkeit? Schlechte Noten? Ein gestohlenes Auto? Ein beraubtes Haus? Eine Klage?&lt;br /&gt;
Was ist das schon?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es sind Nichtigkeiten.&lt;br /&gt;
Nichts von Relevanz, nichts, was unser Leben bedrohen könnte.&lt;br /&gt;
Unser dunkler Egoismus ist uns eine Selbstverständlichkeit; Kapitalismus die wirtschaftliche Manifestation dieses menschlichen Schattens. Ich bin kein Alternativ-Junkie, der kommunistische Verhältnisse herbeisehnt oder die Abschaffung des Geldes fordert. Ich bin ein Mensch, der gegen Ausbeutung ist, inhumane Ausbeutung, an der wir alle beteiligt sind und Schuld tragen. Ich bin gegen die Einstellung, mit der wir unseren Kapitalismus einsetzen, unsere freie Marktwirtschaft benutzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie Jean Ziegler schon richtig sagte: &quot;Es gibt für niemanden eine Entschuldigung dafür, dass er nichts dagegen tut.&quot;&lt;br /&gt;
Nicht für mich, nicht für dich, nicht für uns, FÜR NIEMANDEN.&lt;br /&gt;
Wir Menschen sind bequeme Wesen; was uns nicht betrifft, das interessiert uns nicht. Das ist ein tragisches Faktum, und nur ein winziger Teil dieser Welt hat das realisiert. Jene Menschen, die für die UNICEF arbeiten, Caritas, UNESCO, Menschenrechtskonventionen aufstellen, Hilfsprogramme durchführen, ihren Wohlstand teilen. Menschen, die Gerechtigkeit definieren.&lt;br /&gt;
Uns ist das Gefühl des Hungers und des Durstes nicht mehr bekannt; drehen wir am Wasserhahn sprudelt klares Wasser direkt in unsere Hände - gehen wir in den Supermarkt, können wir unsere Nahrung nach Belieben auswählen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist viel bequemer, in der kleinen Welt zu bleiben, vor sich hinzuleben und nicht über die Hecke des Garten Eden zu blicken. Diesen Schritt muss ich aber tun. Wir müssen von unserer Couch aufstehen und die nüchterne Realität sehen. Diese Realität ist außerhalb unserer Grenzen eine grausame und menschenunwürdige. &lt;br /&gt;
Täglich sterben zehntausende Menschen an Hunger, Durst oder deren Folgen. Brot, das drei Tage alt ist, kommt auf eine Müllkippe und wird vernichtet. Aber ich spreche hier nicht von einem Brot. Ich spreche von hunderttausenden, zig Tonnen von Nahrung pro Tag, die man immer noch essen könnte.&lt;br /&gt;
Jeder von euch hat schon Unicef-Plakate gesehen. Jeder von euch hat sie schon ignoriert. Hat NICHT gespendet. Hat NICHT angerufen. Hat dem Bettler NICHTS gegeben. Hat NICHTS getan.&lt;br /&gt;
DU HAST NICHTS GETAN.&lt;br /&gt;
Du hast deinen Verstand benutzt und bist zum Schluss gekommen, dass du nichts bewegen kannst; weder der eine Cent, mit dem man einen Quadratmeter Regenwald kaufen kann, noch der eine Euro, mit dem man einem Kind Vitamin A-Kapseln kaufen kann, um es vor dem grauen Star zu schützen.&lt;br /&gt;
Uns allen fehlt das nötige Verantwortungsgefühl; in einer Zeit der Globalisierung benötigen wir ein globales Verständnis von Gerechtigkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frage dich, ob du einfach zusehen willst, wie ganze andere Kontinente, Millionen von Menschen, unserem Egoismus zum Opfer fallen. Ist es gerecht?&lt;br /&gt;
Ist eine Veränderung dieser Zustände für uns möglich?&lt;br /&gt;
Können wir unser demokratisches Recht nutzen?&lt;br /&gt;
WOLLEN wir es nutzen, willst DU es nutzen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
oder sehen wir einfach zu...?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bring it to mind.&lt;br /&gt;
.tobias</description>
    <dc:creator>Gentle</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://mindblow.twoday.net/topics/Menschliche+Egomanie&quot;&gt;Menschliche Egomanie&lt;/a&gt;</dc:subject>
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    <title>Willkommen auf Mindblow, ...</title>
    <link>http://mindblow.twoday.net/stories/2911298/</link>
    <description>... einem Blog der etwas anderen Art.&lt;br /&gt;
Ich werde dieser Seite keinen Tagebuchcharakter geben, denn sie zielt auf etwas ganz anderes ab: Denken.&lt;br /&gt;
Der Begriff &quot;Mindblow&quot; ist ein Kunstwort, das im englischen Wortschatz nicht exisitiert - ich will ihm eine Bedeutung geben:&lt;br /&gt;
Mindblow bedeutet eine Umwälzung des Denkens, ein Hinauswerfen betagter Denkprozesse, eine kleine Gehirnerschütterung, die zu realisieren ist. Mindblow bedeutet, sich etwas vor die Augen zu führen, zu erkennen, zu hinterfragen.&lt;br /&gt;
Deshalb auch: Bring it to mind. Realisiere, was du nicht sehen konntest.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Untertitel no itide ist ebenso frei erfunden und wird englisch ausgesprochen. Die Bedeutung des Begriffs rührt &lt;br /&gt;
von seiner Herkunft her - das Wort &quot;Edition&quot; von hinten gelesen.&lt;br /&gt;
Eine Edition ist ein überarbeitetes Exemplar eines Mediums - no itide verneint das und stellt den Anspruch auf Einzigartigkeit und Individualität.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich will versuchen, diese zwei Kunstworte in meinen Texten herausfühlbar zu machen. Der Sinn und Zweck von Mindblow ist ein Hinausrufen in die Welt, und dafür gibt es kaum ein besseres Trägermedium als das Internet.&lt;br /&gt;
Die Kommentarfunktion steht euch als Diskussionsplattform zu den jeweiligen Texten zur Verfügung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Sinne wünsche ich euch ein nachdenkliches Lesen und eine angenehme Zeit hier.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bring it to mind.&lt;br /&gt;
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